Inhaltsverzeichnis:

Psychotherapie
Supervision
Psychologische Gutachten



Psychotherapie:
Im Rahmen der Psychotherapie werden wichtige Lebensfragen wie persönliche, partnerschaftliche, familiäre und andere Beziehungsprobleme sowie berufliche Schwierigkeiten bearbeitet. Weitere Behandlungsschwerpunkte sind ausgeprägte seelische Störungen wie Depressionen, Angstzustände, Zwangshandlungen, Suchtkrankheiten und psychosomatische Erkrankungen. Diese Leiden bedürfen einer ich-strukturellen Behandlungsmethodik, d.h. einer Behandlung, die sich mit der hinter den Symptomen liegenden Persönlichkeitsstruktur, der sogenannten Ich-Struktur, beschäftigt. Das Ziel dieser Therapie ist in erster Linie nicht die Beseitigung der Krankheitssymptome, sondern die allgemeine Identitätsentwicklung, also die Veränderungen im sogenannten "Ich", in der Persönlichkeit des Menschen. Dieses Behandlungsverständnis versucht den Menschen in seiner Ganzheit und in seinen psychosozialen Bezügen zu erfassen. Im Rahmen der vielschichtigen Auseinandersetzungen im Rahmen der schützenden Therapie vollzieht sich eine nachholende Ich-Entwicklung, d.h. eine Reifung der ganzen Persönlichkeit.
Die psychotherapeutische Behandlung kann entweder in einer Klinik, in der Einzeltherapie oder in der Gruppentherapie durchgeführt werden. Einzel- und Gruppenpsychotherapie unterscheiden sich aber nicht grundsätzlich voneinander. Die Einzelpsychotherapie stellt eine Behandlung in der kleinstmöglichen Gruppe dar.
Das therapeutische Angebot stellt somit in seinem ganzen Spektrum ein sinnvolles Ganzes dar. Die einzelnen Glieder bauen aufeinander auf wie die Stufen einer Treppe. Die Gruppentherapie setzt Gruppenfähigkeit voraus, die manchmal erst in der Einzeltherapie entwickelt werden muss. Und die Einzeltherapie setzt eine Ich-Stärke voraus, die das Ergebnis einer stationären Behandlung sein kann.


Supervision:
Was bedeutet Supervision? Der Begriff leitet sich von den lateinischen Wörtern "präfix" bzw. "visio" ab, die auf Deutsch "über" bzw. "Blick" bedeuten. Das ergibt zusammengesetzt: "Überblick". Der etwas modernere Begriff "Coaching" bezeichnet eine spezielle Art von Supervision in nichtsozialen beruflichen Bereichen.
Konflikte in der Arbeitssituation werden im Rahmen der Dynamik einer Zweierbeziehung oder in der Gruppe emotional erfahrbar und einer Bearbeitung zugänglich. Ein Supervisor soll im Rahmen einer engagierten Diskussion einen unabhängigen bzw. übergeordneten Standpunkt einnehmen und den Überblick bewahren. Das ist deswegen sinnvoll, weil sich die direkt beteiligten Menschen als Teilnehmer einer lebendigen Gruppendynamik emotional nicht abgrenzen können. Sie drohen innerhalb eines Teams im Rahmen ihrer Übertragungen in die Tiefenstruktur des Beziehungsnetzes verstrickt zu werden und damit ihre emotionale Unabhängigkeit zu verlieren. Da dieser Prozess zum grössten Teil unbewusst verläuft, besteht auch kaum eine Möglichkeit, dieser Verstrickung zu entgehen. Deshalb empfiehlt sich in der Regel der Beizug einer unabhängigen bzw. externen Fachperson.
Supervison kann in verschiedenen Formen durchgeführt werden. Grundsätzlich gibt es die Einzelsupervision und Gruppensupervision.
Sowohl die Einzel- als auch die Gruppensupervision werden in der Regel wöchentlich, 14tägig, monatlich oder in grösseren Abständen durchgeführt. Dabei werden die tieferliegenden emotionalen Probleme der betreffenden Personen, die umfeldbezogenen Einflussfaktoren und die Hintergründe der Institution im Anschluss an eine arbeitsplatzbezogene Fallschilderung analysiert. Nach dieser fallbezogenen Analyse werden in kollegialer Atmosphäre Lösungsvorschläge erarbeitet und mögliche Interventionsstrategien gegebenenfalls im Rahmen eines Rollenspiels eingeübt.
Das Beispiel einer kleinen "Transportabteilung" einer grösseren Druckerei belegt die mögliche emotionale Verwirrung und die organisatorische Kollision eines unbewussten Beziehungskonflikts.
Wenn es darum geht, schwerere interne Rivalitätskonflikte in einem bestehenden Team anzugehen, stösst die übliche Form von Supervisionsarbeit an ihre Grenzen. Nicht selten sind einzelne Teammitglieder nicht bereit, ihre Rivalitätsprobleme im Rahmen der eigenen Mitarbeitergruppe offen aufzudecken. Es fehlt an gegenseitigem Vertrauen und an der Sensibilität für unbewusste Gruppenprozesse. Aus diesen Gründen werden anhand der enttäuschenden Erfahrungen entweder die hochgesteckten Erwartungen heruntergeschraubt oder die Gruppe wird in eine Trainingsgruppe umfunktioniert. Der "Supervisor" mutiert dann zum "Trainer" und übernimmt entgegen der früheren Absicht die gruppendynamische Leitung der Gruppe. Ein solcher Leiter ist dann nicht mehr ein unabhängiger externer Experte, sondern wird ein interner voll verantwortlicher Führer einer Trainingsgruppe.
Wenn aber an der ursprünglichen Absicht festgehalten wird, die wirklichen Ursachen der unbewussten Rivalitätskonflikte aufzuklären, dann liegt es nahe, eine andere bzw. intensivere Art der Supervision ins Auge zu fassen. Diese bietet sich in der Form der berufsspezifischen Selbsterfahrungsgruppe an.
Die berufsspezifischen Selbsterfahrungsgruppen können sich sowohl homogen als auch heterogen zusammensetzen. Eine homogen zusammengesetzte berufsspezifische Selbsterfahrungsgruppe stellt zum Beispiel die Balintgruppe dar.


Psychologische Begutachtung:
Seit mehreren Jahren erstelle ich psychologische Gutachten, zum Beispiel mit folgenden Aufgabenstellungen:
       - Abklärung der persönlichen, familiären und beruflichen Situation
       - Abklärung der Versorgungs- und der Behandlungsbedürftigkeit
       - Feststellung des schulischen und psychischen Entwicklungsstandes
       - Begründung des devianten Verhaltens
       - Abklärung der Massnahmefähigkeit
       - Beurteilung der Entwicklungsmöglichkeiten
       - Berufsberatung
       - Beurteilung der Rückfallwahrscheinlichkeit
       - Beurteilung der Voraussetzungen für eine Entmündigung nach Art. 369 ZGB
       - Begutachtung der Diensttauglichkeit zuhanden der militärischen Untersuchungskommission (UC)

Die Erstellung der Gutachten erfolgt einschliesslich psychologischer und testpsychologischer Untersuchung, Darstellung der familiendynamischen bzw. psychodynamischen Beweggründe und Vorschläge für das weitere Vorgehen. Honorarberechnung nach zeitlichem Aufwand.