Auf der Suche nach der antiken Bibliothek Goch: Book Print Verlag 272 Seiten, Paperback ISBN 978-3-940754-20-2
Kurzfassung
Die Bibliothek
von Alexandria, die 400'000 bis 700'000 Schriftrollen umfasste, gilt
als eine der grössten kulturellen Errungenschaften der Antike, und
der Untergang dieser Bibliothek stellt eine der größten
Katastrophen der Kulturgeschichte dar. Ist die
Bibliothek, wie es die Legende erzählt, wirklich verbrannt? Ist es
nicht möglich, dass schon damals besonnene Menschen versucht
haben, diese Kostbarkeit der Nachwelt zu erhalten, indem sie die
wichtigsten Werke, ähnlich der Schriftrollen von Qumran, in
irgendwelchen Verstecken in Sicherheit brachten? Dann müssten diese Dokumente noch zu finden sein... Johannes Manfred
Kremer macht es sich zu seiner Aufgabe, nach den Überresten der
Bibliothek zu suchen. Es gibt aber gewichtige politische und
religiöse Tendenzen, die aus unterschiedlichen Gründen diesem
Unterfangen entgegenstehen und kein wirkliches Interesse daran haben,
dass das Gedächtnis der Antike unkontrolliert geöffnet wird.
Konflikte sind programmiert. Zudem stellt sich die Frage, was Kremer in
Wirklichkeit dazu veranlasst, Beruf und Familie für ein so
unsicheres und gefährliches Projekt in Frage zu stellen. Im Rahmen der
Geschichte, die sich langsam um die Entdeckung der Bibliothek herum
entwickelt, werden sowohl innere als auch äussere Beweggründe
offenbar, die den Sinn für innerseelische Prozesse mehr und mehr
verschärfen.
Hoch interessant und spannend, historisch und
psychologisch
8. Februar 2009
Ich
bin restlos begeistert von diesem Roman! Eine äusserst spannende, durchdachte,
historisch und schliesslich auch psychologisch gehaltvolle Geschichte!
Genau
an den richtigen Stellen und nicht zu häufig, um den Fluss der Handlung zu
behindern, sondern im Gegenteil deren Gehalt anzureichern scheint der
psychoanalytische Hintergrund des Autors durch.
Buch - Rezension
von Alfred Künzler
Alexandria Anfang 2009 ist der Debütroman des Berner Psychotherapeuten Kurt Theodor
Oehler erschienen. Er überzeugt durch die eindrucksvolle Verknüpfung
historischer Fakten mit psychologischem Tiefgang."Alexandria" handelt von der spannungsreichen Suche nach der
legendären Bibliothek an der ägyptischen Mittelmeerküste. Die antike
Bibliothek, die etwa 700'000 Schriftrollen umfasste, gilt als eine der
grössten Errungenschaften der Antike, ihr Untergang als eine Katastrophe
für die Kulturgeschichte. Ausgehend von der Annahme, dass die Bibliothek im
Jahre 48 v. Chr. nicht verbrannt war, wie es die Legende besagt, macht sich
Johannes Kremer – wenn auch nicht ganz freiwillig… - auf die Suche nach
den antiken Schriften. Verschiedene Hindernisse stellen sich in den Weg. Die Kirche versucht mit
allen Mitteln, die Veröffentlichung der Schriftrollen ausserhalb
ihrer Kontrolle zu verhindern. Der ägyptische Staat erhebt Anspruch auf die
staatshistorischen Texte. Die Wissenschafter möchten selber mit dem Fund
berühmt werden. Die Argumente der Kirche, Politiker und Wissenschafter prallen
in verschiedenen Dialogen aufeinander.Die Leserin / der Leser wird so
spannungsreich in eine Auseinandersetzung geführt, während der
die verschiedenen Interessen für oder gegen das Auffinden dieses einmaligen
Kulturschatzes differenziert herausgearbeitet werden.Tatsächlich gelingt es Kremer, den Eingang zu den Katakomben zu finden, in
denen alte Schriftrollen versteckt wurden. Dann überstürzen sich die Ereignisse
und nehmen einen dramatischen – um nicht zu sagen: posttraumatischen - Verlauf.
Man wird nach Deutschland zu Kremers Ehefrau und den zwei Kindern geführt, in
ein geheimes ägyptisches Gefängnis und in einen kalifornischen Wohnwagen. Auf
dieser Reise wird der Sinn für innerseelische Prozesse geschärft und die
Frage geklärt, was Kremer - unbewusst - dazu veranlasste, Beruf und Familie für
ein unsicheres und gefährliches Projekt zu opfern."Alexandria" ist kein gewöhnlicher Roman. Man spürt, dass der
Autor auch Sachbuchautor ist. Die entstandene Legierung hat ihren
besonderen Reiz und ist für LeserInnen interessant, die neben der Unterhaltung
auch etwas lernen möchten.
5. März 2009
Von Otto E. Das Buch gefällt mir sehr gut, fünf Sterne!
Es kombiniert verschiedene Aspekte: Es ist ein spannender
Kriminalroman, es ist geschichtlich informativ und interessant, es
beinhaltet psychologische Deutungen der Handlungen der Hauptpersonen,
und die zwischenmenschlichen Beziehungen sind überzeugend
herausgearbeitet.
Oehler, K. T. (2009)
Freundschaft
In: Bundi M., Isele K. (Hrsg.) Salü Hermann, In memoriam Hermann Burger
Kempten: AZ-Druck
Seite 107-111
ISBN 978-3-86142-459-8
Vor 20 Jahren hat sich der Aargauer Schriftsteller Hermann Burger auf
Schloss Brunegg das Leben genommen. Das Buch wurde zu seinem Gedenken
zusammengestellt und sollte die Erinnerung an einen Schriftsteller
lebendig erhalten, der in kurzer Zeit weltweite Beachtung erlangte und
als "Wortakrobat" einen neuen Schreibstil erschuf. Der Beitag "Freundschaft" (Seite 1) (Seite 2) (Seite 3) von Kurt
Theodor Oehler ist seinem wichtigsten Jugendfreund gewidmet.